Aladin und die Wunderlampe

Orientalischer Zauber über dem Wetterauer Theaterhimmel

Geheimnisvolle Wüstenstimmung auf der Bühne, ein prächtiger Sultanspalast, mitreißende Livemusik, zauberhafte Kostüme und wundervolle Choreographien zogen auch in dieser Saison wieder über 6.000 begeisterte große und kleine Zuschauer, ganze Schulklassen, viele Familien und Gäste in sechzehn fast immer vollständig ausverkauften Vorstellungen im Bürgerhaus Assenheim und im eindrucksvollen Jugendstiltheater Bad Nauheim in ihren Bann.

Unter der bewährten Gesamtleitung von Norbert Deforth gelang einmal mehr die Umsetzung einer bekannten Geschichte in ein fulminantes Musical. In diesem Jahr wurde das altbekannte Märchen von Aladin und der Wunderlampe zu einem eindrucksvollen musikalischen Bühnenstück umgeschrieben. Die phantasievollen Kulissen wurden mit einer ausgefeilten Lichtregie zum perfekten Ambiente für die orientalische Welt, in der der liebenswerte Straßendieb Aladin seine Abenteuer erlebt. Als er in der Zauberhöhle die Wunderlampe findet, erscheint ihm die außerordentlich verrückte Dschinni, die stark an Die Bezaubernde Jeannie aus der amerikanischen Fernsehserie der 60er Jahre erinnerte und mit perfektem Gesang, Tanz und Schauspiel die Zuschauer zu begeistern wusste. Die drei Wächterinnen der Wunderhöhle boten ebenfalls eine herausragende Tanz- und Gesangsleistung. Der ironisch-boshafte Großwesir Sharouf überzeugte mit großer Stimmgewalt und professioneller Darstellerkunst. Mit Kaktus, seinem Berater, hatte er stimmlich und spielerisch einen ebenbürtigen Partner an seiner Seite. Ebenso brillierten Prinzessin Zahra und ihr Gefolge in allen Szenen des Stückes und im Duett mit Aladin zeigte Zahra eindrucksvoll einal mehr ihre souveräne gesangliche Qualität. Auch in kleinen Rollen kann man die Zuschauer zu Beifallstürmen hinreisen, so wie Prinz Mustafa bei seinem Auftritt als „Mister Bombastic“. Die TGAss-Kinder- und Jugend-Gruppe (YMC) ließ den Wüstenwind lebendig werden. Bernd Kohn hat wieder einmal die passende Musik zur Geschichte arrangiert und mit der TGAss-eigenen Musiktruppe perfekt umgesetzt. Durch die Zusammenarbeit mit der Friedberger Tanzschule Rogoschinski entstanden auf der Bühne ganz besonders eindrucksvolle Choreographien. Über 40 Darsteller zwischen 8 und 70 Jahren zeigten außerordentliche Spielfreude, nahezu professionelle Schauspielkunst und beeindruckende stimmliche und tänzerische Leistungen.

Am Ende gab es nach allen Aufführungen begeisterten und lang anhaltenden und oftmals auch stehenden Applaus. Und ganz zum Schluss der Vorstellungen wurde auch das Thema für die Neuproduktion verraten: 2017 will man sich mit „Schwanensee“ beschäftigen. Wir dürfen gespannt sein.