Cinderella

Babalou ist eine fürchterlich gestresste Fee. Und das hat auch einen gewichtigen Grund: Jede Fee hat nämlich in der Menschenwelt ein Patenkind, um das sie sich liebevoll kümmert. Das funktioniert auch immer ganz gut, denn Feen können von Natur aus ganz passabel zaubern.
Nun hat aber Babalou einen echten Unglücksraben gezogen. Ihr Patenkind, Ella, ist sozusagen vom Pech verfolgt. Zuerst stirbt der geliebte Vater und lässt sie mit ihrer Stiefmutter und zwei entsetzlich einfältigen Stiefschwestern allein, und weil die Stiefmutter so eine ist, wie sie im Märchenbuch immer vorkommen, lässt sie Ella pflichtbewusst das Haus schrubben, die Zehnnägel ihrer beiden Schwestern schneiden, das Katzenklo putzen und auch einige sinnlose Dinge, wie Unterhosen- und Sockenbügeln, verrichten. Doch so einfach hingehen und Ella aus dem Haus raus zaubern oder so, geht natürlich nicht. Denn irgendwo müsste Ella ja hin.
Und eines Tages, ein Glückstag vermutlich, ruft der große Filmregisseur Wilfur von Rosenfels alle begabten und hübschen Mädchen der Stadt zu einem Casting in sein Studio. Für seinen neuesten Film -Die Braut des Grafen-, sucht er ganz offiziell eine weibliche Hauptdarstellerin. Sie muss tanzen und singen können und eine gute Schauspielerin sein. Und dazu sollte sie natürlich noch richtig gut aussehen, denn ihr Filmpartner wird kein geringerer als der blendend aussehende Jean-Luc von Rosenfels werden.
Sofort bewerben sich Ellas Stiefschwestern für das Superstar-Casting in den Rosenfels-Studios. Als Ella ebenfalls Interesse bekundet, eine Schauspielerin werden zu wollen, hat sie sich jedoch zu früh gefreut. Ihre Stiefmutter wittert die Konkurrenz für ihre beiden & äh, sagen wir, eher unbegabten Töchter; daher sorgt sie dafür, dass Ella in ein Gefängnis kommt. Babalou, die Fee, ist kurz vor der Nervenkrise und macht sich auf, alles zum Guten zu wenden..