Anastasia

Jeder Mensch hat sein ureigenes Schicksal, das lenkend, ordnend und natürlich unsichtbar in sein Leben eingreift. Anastasias Schicksal ist ein ganz besonderes. Sie kann es sehen, mit ihm sprechen und kennt sogar seinen Namen: Kolja. Unsere Geschichte beginnt sozusagen mit einem Schicksalsschlag. Kolja, Anastasias persönliches Schicksal, hatte aus Gründen, die er besser selbst erläutern sollte, keinen Einfluss auf die Tragödie in St. Petersburg, konnte aber zumindest das Leben der Zarentochter retten. Durch die dramatischen Ereignisse verliert Anastasia ihr Gedächtnis und wächst als Anya in einem Waisenhaus auf. Als einzigen Hinweis auf ihre Vergangenheit besitzt sie ein Amulett mit der Inschrift „Zusammen in Paris“. Erwachsen geworden und auf der Suche nach ihrer Familie hat sie daher Paris als einziges Ziel vor Augen. Ihre Hoffnung ist, in St. Petersburg eine Reisemöglichkeit nach Frankreich zu finden. Wie der Zufall es will, herrscht in St. Petersburg große Aufregung: die in Paris lebende Großfürstin Marie hat eine hohe Belohnung für das Auffinden ihrer Enkeltochter Anastasia ausgesetzt. Das lockt jede Menge Betrüger auf den Plan. Unter ihnen auch das Gaunerpärchen Dimitri, ehemals Küchenjunge, und Wanda, die frühere Köchin des Zarenhofes. Als Anya und Dimitri sich begegnen, weiß er, dass er das ideale Mädchen gefunden hat, um an die ausgesetzte Belohnung zu gelangen. Für ihn steht fest: Er wird der Großfürstin Anya als ihre Enkeltochter präsentieren. Dimitri und Wanda versprechen Anya die Reise nach Paris, wenn sie die Rolle der Zarentochter übernimmt. So weit geht alles nach Plan, aber da ist noch der teuflische Rasputin, der durch seinen tierischen Spitzel Bartok erfährt, dass Anastasia das Massaker an der Zarenfamilie überlebt hat. Das darf nicht sein. Anastasia muss sterben. Mit allen Mitteln trachtet er ihr nach dem Leben. Er und seine Schergen verfolgen die Reisenden nach Paris. Den Mordanschlägen Rasputins entkommen, stehen sie dort vor der Aufgabe, die Großfürstin von der Echtheit Anya-Anastasias zu überzeugen. Ein schwieriges Unterfangen, da Großfürstin Marie ob der zahlreichen falschen „Anastasias“ die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Enkelin inzwischen aufgegeben hat und niemanden mehr sehen will. Fast am Ziel überschlagen sich die Ereignisse. Die Lage scheint aussichtslos, aber die Wege des Schicksals sind unergründlich.....